Fleisch · Auf Afrikaans: T-bone tjop
T-Bone mit Braai Salt
Dickes T-Bone über voller Glut, gewürzt mit selbst gemischtem Braaisout aus geröstetem Koriander, Salz und Paprika. Zwei Sekunden Handtest — hier wird angekrustet, nicht gegart.
Braaisout ist Südafrikas Antwort auf Steakgewürz: gemahlener Koriander, grobes Salz, Paprika und Knoblauch. Jede Familie hat ihre Mischung, und jede hält sie für die richtige. Die Konstante ist der Koriander — er kommt aus derselben Gewürzküche wie die Boerewors.
- Vorbereitung
- 20 Min
- Am Feuer
- 12 Min
- Portionen
- 4
- Aufwand
- mittel
Wie heiß
Volle Glut
Die Hand hält 2 Sekunden über dem Rost aus · ≈ 230 °C+
Alle Glutstufen erklärt →Wann es drankommt
Ganz am Anfang
Kommt zuerst dran, solange die Glut am heißesten ist — Steaks, dicke Koteletts und alles, was Stunden im Topf steht.
Ausrüstung: Rost
Diese Linie
Chutneys, Marinaden, Beilagensalate — und das Wort „chop“.
Zubereitung
-
Braaisout mischen
Koriander und Pfeffer ohne Fett rösten, bis sie duften, dann grob mörsern. Mit den übrigen Zutaten mischen. Im geschlossenen Glas hält die Mischung Monate — sie ist der Grund, den Rest des Rezepts überhaupt zu machen.
-
Fleisch temperieren
Die Steaks eine Stunde vor dem Braai aus dem Kühlschrank nehmen und trockentupfen. Eine trockene Oberfläche bräunt, eine feuchte dämpft.
-
Erst ölen, dann würzen
Dünn mit Öl einreiben, dann großzügig mit Braaisout bestreuen. In dieser Reihenfolge, damit das Gewürz haftet, statt in der Glut zu landen.
-
Zwei Zonen bauen
Die Glut auf eine Seite ziehen. Über der heißen Seite müssen zwei Sekunden Handtest reichen — mehr geht nicht, weniger auch nicht.
-
Ankrusten
Drei bis vier Minuten je Seite über der vollen Glut. Genau einmal wenden. Wer alle 30 Sekunden dreht, bekommt graues Fleisch mit Rostmuster.
-
Auf die kühle Seite ziehen
Danach zwei bis vier Minuten auf der freien Seite fertigziehen — je nach Dicke und gewünschtem Garpunkt. Medium rare liegt bei etwa 54 bis 57 °C Kerntemperatur.
-
Ruhen lassen
Acht Minuten auf einem warmen Brett, locker abgedeckt. Danach am Knochen entlang lösen und quer zur Faser aufschneiden.
Tipps
- Der Knochen gart langsamer als das Fleisch daneben. Deshalb liegt das T-Bone mit dem Knochen zur heißesten Stelle, nicht mit dem Filet.
- Salz gehört bei dieser Machart erst kurz vorher aufs Fleisch. Wer eine Stunde vorher salzt, zieht Wasser an die Oberfläche und braucht dann länger bis zur Kruste.
- Kameeldoring hält die Glut so lange, dass auch das dritte Steak noch dieselbe Hitze bekommt wie das erste. Bei Rooikrans wird es beim Nachschub knapp.
Ein T-Bone hat zwei Fleischsorten am selben Knochen: das magere Filet auf der einen, das kräftigere Roastbeef auf der anderen Seite. Beide sind unterschiedlich dick und wollen unterschiedlich lange — deshalb ist der Knochen kein Nachteil, sondern die Steuerung. Er liegt zur heißesten Stelle, das Filet zeigt nach außen.
Der eigentliche Inhalt dieses Rezepts ist aber das Braaisout. Es kostet zehn Minuten, hält Monate und macht aus jedem Stück Fleisch etwas Südafrikanisches. Der geröstete Koriander ist dabei nicht austauschbar — er ist die Verbindung zur Boerewors und zu allem anderen, was hier über Feuer geht.
Zum Zusehen
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19:50
Englisch
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Heritage Day Braai Masterpiece! | Sirloin Steak, Roosterkoek & Chakalaka
Drei Dinge in einem Ablauf: Brot, Beilage, Fleisch. Zeigt die Reihenfolge am Feuer, um die es auf dieser Seite geht.
- 0:17„Making the roosterkoek“ — Der Teig, bevor er auf den Rost kommt — Konsistenz und Größe der Stücke.
- 5:27„Preparing the chakalaka“ — Chakalaka aus Dosenware, so wie es tatsächlich gekocht wird.
- 12:14„Roosterkoek on the braai“ — Auf der Restglut, nicht über voller Hitze. Genau daran scheitern die meisten Versuche.
Zuletzt geprüft 2026-09-05
20:00
Englisch
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Seared Rump Steak at the Southernmost Tip of Africa | Cape Agulhas Braai
Steak über offener Holzglut statt auf Gas, an einem Ort ohne Windschutz. Realistischer als jede Studioküche.
- 13:58„The Steak on the Braai/Grill“ — Auflegen über voller Glut. Man sieht, wie kurz die Zeit auf der ersten Seite ist.
- 14:45„The Steak Reveal & Topping Melt“ — Der Anschnitt nach der Ruhezeit — der Beleg dafür, dass Warten den Unterschied macht.
Zuletzt geprüft 2026-09-05
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