Süßes · Auf Afrikaans: Braaibanane
Braai-Bananen
Bananen in der Schale, längs aufgeschnitten und mit Schokolade gefüllt, zwölf Minuten in der Restglut. Sie garen in der Restglut, während der Tisch abgeräumt wird.
Braai-Bananen sind kein altes Rezept, sondern eine praktische Erfindung: Wenn das Fleisch vom Rost ist, liegt dort noch eine halbe Stunde Wärme, und Bananen bringen ihre eigene Auflaufform mit.
- Vorbereitung
- 5 Min
- Am Feuer
- 12 Min
- Portionen
- 6
- Aufwand
- einfach
Wann es drankommt
Ganz zum Schluss
Nachtisch in der Restwärme — oder etwas, das gar kein Feuer mehr braucht.
Ausrüstung: Rost · Alufolie
Diese Linie
Der Klapprost als Backform, das Fertigprodukt als Zutat, das vegetarische Hauptgericht am Fleischfeuer.
Zubereitung
-
Bananen einschneiden
Jede Banane längs durch die Schale einschneiden, nicht ganz bis zum Boden und nicht durch die untere Schale. Die Schale ist die Form — bleibt sie ganz, bleibt auch das Innere drin.
-
Füllen
Den Spalt vorsichtig aufdrücken und Schokolade hineinschieben. Mit braunem Zucker und einer Prise Zimt bestreuen, dann die Schale wieder zusammendrücken.
-
Einwickeln
Jede Banane einzeln in Alufolie wickeln. Ohne Folie geht es auch — dann läuft geschmolzene Schokolade in die Glut, und die Schale wird tiefschwarz.
-
In die Restglut
Auf den Rost über schwache Glut legen, acht Sekunden Handtest. Zehn bis zwölf Minuten garen, nach der Hälfte einmal wenden.
-
Aufmachen und essen
Vorsichtig auswickeln — es ist Dampf drin. Die Banane hat sich in ein weiches, warmes Kompott verwandelt, das man mit dem Löffel aus der Schale isst. Eine Kugel Eis darauf, fertig.
Tipps
- Kinder machen das gern selbst. Einschneiden übernimmt ein Erwachsener, füllen und einwickeln nicht.
- Ohne Schokolade und mit einem Löffel Fruchtchutney statt Zucker wird daraus eine Beilage zu Fleisch statt eines Nachtischs.
- Die schwarze Schale ist kein Fehler. Sie ist der Beweis, dass die Banane lang genug drin war.
Es gibt Nachtische, die man plant, und es gibt Braai-Bananen. Sie brauchen fünf Minuten Vorbereitung, keine Schüssel, keinen Ofen und nutzen genau die Wärme, die sonst ungenutzt ausgeht.
Was dabei passiert, ist mehr als Aufwärmen. Süßer wird die Banane am Feuer nicht — ihre Stärke ist beim Reifen zu Zucker geworden, lange bevor sie in die Glut kommt. Über der Hitze karamellisiert dieser Zucker an den Rändern, die Zellwände geben nach, das Fruchtfleisch fällt zusammen und wird cremig — es entsteht ein Kompott im eigenen Gefäß. Die Schokolade schmilzt hinein und bindet es.
Deshalb steht dieses Rezept auf Stufe fünf, bei der Restwärme: Es gehört an das Ende eines Braai, nicht auf die volle Glut. Über zu viel Hitze platzt die Schale, und dann ist die Form weg.
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