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Cape Braai
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Süßes · Auf Afrikaans: Malvapoeding

Malva Pudding

Schwerer, dunkler Rührkuchen mit Aprikosenkonfitüre und Essig, der heiß aus dem Ofen mit einer Sahne-Sirup-Sauce übergossen wird. Die Sauce muss über den noch heißen Kuchen — kalt zieht sie nicht mehr ein.

Der Name kommt vermutlich aus dem Afrikaansen — entweder von „malvalekker“, einem Marshmallow, oder vom Malvasia-Wein, zu dem er gereicht wurde. Sicher ist nur, dass der Essig kein Fehler im Rezept ist: Er reagiert mit dem Natron und macht die Krume schwammig genug, um die Sauce aufzunehmen.

Vorbereitung
20 Min
Am Feuer
30 Min
Portionen
8
Aufwand
einfach

Wann es drankommt

Ganz zum Schluss

Nachtisch in der Restwärme — oder etwas, das gar kein Feuer mehr braucht.

Ausrüstung: Backofen

Diese Linie

Der dreibeinige Topf, Wurst als Vorratshaltung, Brot ohne Backofen.

Zubereitung

  1. Ofen vorheizen

    Auf 180 °C vorheizen und eine Auflaufform von etwa 30 cm buttern. Die Form muss hoch genug sein — der Kuchen nimmt später fast seinen eigenen Rauminhalt an Sauce auf.

  2. Butter, Zucker, Konfitüre, Essig

    Butter, Zucker, Aprikosenkonfitüre und Essig in einem Topf bei kleiner Hitze schmelzen und glatt rühren. Abkühlen lassen, bis es nur noch handwarm ist.

  3. Teig rühren

    Mehl, Natron und Salz mischen. Abwechselnd mit der Milch unter die Buttermasse rühren, zum Schluss die Eier einrühren. Der Teig ist dünn — das ist richtig so.

  4. Backen

    In die Form gießen und 30 Minuten backen, bis der Kuchen dunkelbraun ist und ein Holzstäbchen sauber herauskommt. Er soll dunkel sein, nicht goldgelb.

  5. Sauce kochen

    In den letzten zehn Minuten alle Zutaten der Sauce in einen Topf geben, aufkochen, dann fünf Minuten leise köcheln lassen.

  6. Heiß über heiß

    Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und sofort mehrfach mit einer Gabel einstechen. Die kochende Sauce langsam darüber gießen — sie muss vollständig einziehen. Beides muss heiß sein, sonst bleibt die Sauce oben stehen.

  7. Zehn Minuten warten

    Ziehen lassen, dann warm servieren. Dazu kalte Vanillesauce oder Eis — der Kontrast ist der halbe Nachtisch.

Tipps

  • Zu wenig Sauce ist der häufigste Fehler. Der Kuchen soll darin schwimmen und sie vollständig aufsaugen, sonst ist er nur ein trockener Rührkuchen.
  • Am Feuer geht es im gusseisernen Topf mit Glut auf dem Deckel, wie beim Potbrood — dann dauert es 35 bis 45 Minuten und will genauer beobachtet werden.
  • Der Essig ist nicht schmeckbar und nicht verzichtbar. Er ist der Grund, warum die Krume so aufnahmefähig ist.

Malva Pudding ist der Nachtisch, den in Südafrika jede Familie hat und niemand für besonders hält. Er besteht aus Zutaten, die immer da sind, und er lässt sich nicht wirklich verderben.

Die zwei Dinge, die ihn ausmachen, klingen beide falsch: Essig im Kuchenteig und eine Sauce aus fast einem halben Pfund Butter. Der Essig arbeitet mit dem Natron und macht die Krume grob und schwammig. Die Sauce ist keine Beigabe, sondern die zweite Hälfte des Kuchens.

Und beides muss heiß aufeinandertreffen. Ein abgekühlter Kuchen nimmt die Sauce nicht mehr auf; sie steht dann in der Form, statt im Teig zu verschwinden.

Woher es kommt

Woher das Wort kommt
Afrikaans, Herkunft umstritten · Wörtlich „Malvenpudding“ Zwei Herleitungen sind im Umlauf: von „malvalekker“ (Marshmallow) oder vom Malvasia-Wein.

Malva Pudding ist kapholländische Hausbackkunst und gehört zu den Nachspeisen, die man nicht bestellt, sondern serviert bekommt. Der Teig enthält zwei Zutaten, die im Kuchen erst einmal falsch klingen: Aprikosenkonfitüre und Essig. Beide sind Absicht — die Konfitüre bringt Frucht und Feuchtigkeit, der Essig arbeitet mit dem Natron und macht den Teig locker.

Über den Namen sind sich die Quellen nicht einig. Eine Herleitung führt ihn auf „malvalekker“ zurück, das afrikaanse Wort für Marshmallow, und meint damit die weiche Konsistenz. Die andere nennt den Malvasia-Wein, zu dem der Pudding gereicht worden sein soll. Belegt ist keine von beiden, und wer eine als sicher ausgibt, hat die andere nicht gelesen.

Was den Pudding ausmacht, passiert nach dem Backen. Der heiße Kuchen wird mit einem Sirup aus Sahne, Butter und Zucker übergossen und saugt ihn auf. Deshalb ist Malva kein trockener Kuchen mit Sauce daneben, sondern ein durchtränkter — und deshalb schmeckt er am zweiten Tag oft besser.

Am Braai kommt er aus dem Ofen und steht auf dem Tisch, während draußen die Glut ausgeht. Wer ihn am Feuer machen will, nimmt den gusseisernen Topf und legt Glut auf den Deckel.

Zum Zusehen

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Passt dazu

Snack · Braaipastei

Braai Pie

Gesamtzeit
40 Min
Portionen
6
Hitze der Glut
mittel
Ausrüstung
Klapprost