Beilage · Auf Afrikaans: Mielies
Mielies vom Rost
Maiskolben, erst in Folie gegart und dann offen über der Glut angekohlt, mit Kräuter- oder Currybutter. Erst die Folie, dann offen auf die Glut: nur so wird er innen weich und außen dunkel.
„Mielie“ kommt über das Afrikaanse aus dem Portugiesischen „milho“ und heißt schlicht Mais. Am Straßenrand werden die Kolben in Südafrika ganz ohne Folie direkt in die Glut gelegt — die Fassung hier ist die für Leute, die sie gleichmäßig gar haben wollen.
- Vorbereitung
- 10 Min
- Am Feuer
- 22 Min
- Portionen
- 8
- Aufwand
- einfach
Wann es drankommt
Wenn das Fleisch runter ist
Die Glut lässt nach. Jetzt kommen Brot und Braaibroodjies drauf.
Ausrüstung: Rost · Alufolie
Diese Linie
Braaien als öffentliche Sache, Metzgerei und Feuer an einem Ort, fette Stücke, Pap und Chakalaka als Standardbeilage.
Am Westkap frisch Januar · Februar · März · November · Dezember
Zubereitung
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Butter vorbereiten
Für die Kräuterbutter alles verrühren und kalt stellen. Für die Currybutter Knoblauch, Ingwer und Curry zwei Minuten in etwas Butter bei kleiner Hitze anschwitzen, abkühlen lassen und unter die restliche Butter rühren — trocken untergerührtes Currypulver schmeckt mehlig.
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Kolben einölen
Die entblätterten Kolben mit Öl einreiben und leicht salzen. Jeden Kolben einzeln in Alufolie wickeln.
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In Folie garen
Etwa 20 Minuten über mittlerer Glut garen und dabei häufig wenden. Die Folie hält die Feuchtigkeit im Kolben — ohne sie werden die Körner zäh, bevor sie Farbe haben.
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Auswickeln und ankohlen
Folie abnehmen und die Kolben zwei bis drei Minuten offen über die Glut legen, bis einzelne Körner dunkle Flecken bekommen. Das ist der Geschmack, wegen dem man das Ganze am Feuer macht und nicht im Topf.
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Buttern und servieren
Sofort und großzügig mit der Butter bestreichen, salzen, pfeffern. Sie muss auf dem heißen Kolben schmelzen — an einem abgekühlten bleibt sie liegen.
Tipps
- Ohne Folie geht es auch, dauert aber länger und braucht mehr Aufmerksamkeit: 10 bis 15 Minuten direkt über mittlerer Glut, alle zwei Minuten drehen.
- Wer Chakalaka übrig hat, rührt einen halben Becher unter 200 g weiche Butter. Das ist die südafrikanischste aller Buttervarianten.
- Vorgegarte Kolben aus dem Supermarkt brauchen nur die letzten drei Minuten offen über der Glut. Der Unterschied zu frischen ist trotzdem deutlich.
Mielies sind die Beilage, die niemand plant und alle essen. Sie brauchen kein Rezept im engeren Sinn, sondern zwei Entscheidungen: ob mit Folie oder ohne, und was für Butter darauf kommt.
Die Folie ist eine Frage des Ergebnisses, nicht der Bequemlichkeit. Ohne sie gart der Kolben von außen nach innen und wird an den Spitzen zäh; mit ihr dämpft er im eigenen Saft und wird gleichmäßig gar. Die dunklen Flecken holt man sich danach in drei Minuten offen über der Glut.
Und die Butter ist keine Nebensache. Am Straßenrand in Kapstadt bekommt man den Kolben mit nichts als Salz — zu Hause ist die Kräuter- oder Currybutter der Grund, warum am Ende keiner übrig bleibt.
Zum Zusehen
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29:34
Englisch
Travel Trails Tastes
Spicy Piri Piri Chicken on the Braai | Authentic South African Cooking
Verbindet Technik und Herkunft in einem Video. Für die Linienseite ist das Kapitel über die Einwanderung der Peri-Peri-Küche der Punkt.
- 0:54„How to Spatchcock a Chicken“ — Rückgrat heraus, Brustbein gebrochen. In anderthalb Minuten die ganze Technik.
- 5:45„How Peri Peri Came to South Africa“ — Die Herkunft als eigenes Kapitel — selten in einem Rezeptvideo und der Grund, warum es hier steht.
- 9:35„Cooking Over Fire“ — Flach aufgelegt über mittlerer Glut, Hautseite zuletzt.
Zuletzt geprüft 2026-09-05
Passt dazu
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Boerewors
Fleisch · Karoo-tjops
Karoo-Lammkoteletts
Beilage
Chakalaka
Snack