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Cape Braai
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Beilage

Chakalaka

Scharfes Gemüserelish mit Curry, Karotte, Paprika und weißen Bohnen in Tomatensauce. Wird warm, lauwarm oder kalt gegessen und gehört neben den Pap, nicht auf den Rost.

Chakalaka entstand in den Townships und Minenunterkünften rund um Johannesburg. Mosambikanische Bergleute kochten nach der Schicht aus dem, was in Dosen da war — Tomaten, Bohnen — und schärften es portugiesisch nach. Daraus wurde die Beilage, die heute auf keinem Braai fehlt.

Vorbereitung
20 Min
Am Feuer
20 Min
Portionen
6
Aufwand
einfach

Wann es drankommt

Vorher fertig

Machst du in der Küche. Steht auf dem Tisch, bevor du anzündest.

Ausrüstung: Gusseisenpfanne

Diese Linie

Braaien als öffentliche Sache, Metzgerei und Feuer an einem Ort, fette Stücke, Pap und Chakalaka als Standardbeilage.

Zubereitung

  1. Zwiebel anschwitzen

    Öl in einer großen Pfanne oder einem flachen Topf erhitzen, die Zwiebel bei mittlerer Hitze ein bis zwei Minuten glasig dünsten.

  2. Gewürze im Fett öffnen

    Knoblauch, Ingwer, Curry, Paprikapulver, Cayenne und Thymian zugeben und eine Minute unter Rühren mitrösten, bis es kräftig duftet. Trocken zugegeben schmecken Currypulver und Paprika mehlig — das ist der Schritt, der über den Unterschied entscheidet.

  3. Hartes Gemüse zuerst

    Paprika und Karotte zugeben, drei bis vier Minuten mitdünsten. Danach Tomaten, Chili und Kohl unterrühren.

  4. Fünf Minuten schmoren

    Zugedeckt bei mittlerer Hitze fünf Minuten garen, dabei ein- bis zweimal umrühren. Das Gemüse soll bissfest bleiben — Chakalaka ist ein Relish, kein Gemüseeintopf.

  5. Bohnen und Tomatenmark unterheben

    Tomatenmark einrühren, dann die Bohnen samt ihrer Sauce zugeben. Weitere fünf Minuten sanft köcheln lassen, bis alles heiß ist und die Sauce leicht gebunden.

  6. Abschmecken

    Kräftig salzen und pfeffern, gegebenenfalls mehr Chili. Warm, lauwarm oder kalt servieren — alle drei sind richtig.

Tipps

  • Chakalaka schmeckt am zweiten Tag besser. Wer für viele kocht, macht sie am Vortag und stellt sie kalt auf den Tisch.
  • Die Schärfe ist Familiensache. Für Kinder Cayenne und frische Chili weglassen, das Curry bleibt.
  • Rest wird zur Füllung: kalt in ein Braaibroodjie oder in ein aufgeschnittenes Roosterkoek.

Chakalaka ist der Beweis, dass die besten Beilagen aus Mangel entstehen. Sie kommt aus den Wohnheimen der Goldminen um Johannesburg, wo mosambikanische Arbeiter nach der Schicht mit dem kochten, was haltbar war: Dosentomaten, Dosenbohnen, ein bisschen Curry, viel Chili.

Genau deshalb gibt es kein richtiges Rezept. Manche Familien nehmen Kohl, andere Butternut, wieder andere nur Karotte und Bohnen. Was in allen Fassungen gleich bleibt, ist die Reihenfolge: Zwiebel, dann Gewürze ins Fett, dann Gemüse nach Garzeit, Bohnen zuletzt.

Und ein Detail, das oft untergeht: Chakalaka wird nicht heiß serviert, weil sie heiß sein muss, sondern weil sie gerade fertig ist. Kalt aus dem Kühlschrank am nächsten Tag ist sie mindestens so gut.

Woher es kommt

Woher das Wort kommt
Herkunft ungeklärt · Wörtlich „keine gesicherte Bedeutung“ Meist als lautmalerisch beschrieben; eine belegte Herleitung gibt es nicht.

Chakalaka ist eine der wenigen südafrikanischen Beilagen, deren Zutatenliste vollständig aus Dosen und Tüten besteht — und das ist kein Notbehelf, sondern die Herkunft. Das Gericht entstand in den Townships und Wohnheimen rund um Johannesburg, unter Bergleuten, die nach der Schicht kochten und dabei auf haltbare Ware angewiesen waren: Tomaten aus der Dose, Bohnen aus der Dose, Currypulver.

Der mosambikanische Anteil wird in mehreren Darstellungen genannt: Zugewanderte Bergleute brachten die Schärfe mit, die in der lokalen Küche vorher fehlte. Belegt sind solche Zuschreibungen bei einem Gericht ohne schriftliche Überlieferung schwer — die Herleitung des Namens ist ebenso offen und wird meist als lautmalerisch beschrieben.

Was sich sagen lässt: Chakalaka ist jung, es ist städtisch, und es ist über das ganze Land verbreitet, ohne dass es eine kanonische Fassung gäbe. Jede Familie kocht es anders scharf, und Karotten sind in der einen Fassung selbstverständlich und in der anderen ausgeschlossen.

Am Feuer hat es eine feste Aufgabe: Es ist die Sauce zum Pap. Und weil es kalt so gut schmeckt wie warm, ist es das Einzige auf dem Tisch, das schon fertig sein darf, bevor das Feuer brennt.

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