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Cape Braai
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Süßes

Koeksisters

Geflochtene Teigstränge, in heißem Fett ausgebacken und sofort in eiskalten Gewürzsirup getaucht. Außen knackig, innen tropfnass — der Temperaturunterschied ist das ganze Rezept.

Koeksisters sind afrikaanse Backkunst und nicht zu verwechseln mit dem kap-malaiischen Koesister, der rund, gewürzt und in Kokos gewälzt wird. Der Name kommt vermutlich vom niederländischen „koekje“ plus „sissen“ — dem Geräusch, das beim Eintauchen entsteht.

Vorbereitung
1 Std 15 Min
Am Feuer
25 Min
Portionen
12
Aufwand
anspruchsvoll

Wann es drankommt

Ganz zum Schluss

Nachtisch in der Restwärme — oder etwas, das gar kein Feuer mehr braucht.

Ausrüstung: Gusseisenpfanne

Diese Linie

Der dreibeinige Topf, Wurst als Vorratshaltung, Brot ohne Backofen.

Zubereitung

  1. Sirup am Vortag kochen

    Zucker, Wasser, Gewürze, Zitronenschale, -saft, Weinstein und Salz aufkochen und zehn Minuten sprudelnd kochen lassen. Vollständig abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Der Sirup muss eiskalt sein — das ist keine Empfehlung, sondern die Bedingung.

  2. Teig ansetzen

    Mehl, Backpulver, Mischgewürze und Salz mischen. Die gefrorene Butter mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis grobe Krümel entstehen. Milch und Buttermilch zugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

  3. Ruhen lassen

    Zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Der Teig entspannt sich dabei und lässt sich später flechten, ohne zurückzuspringen.

  4. Schneiden und flechten

    Etwa fünf Millimeter dick ausrollen und in Rechtecke von 14 mal 6 cm schneiden. Jedes Rechteck der Länge nach in drei Streifen schneiden, ein Ende ganz lassen. Flechten und das offene Ende fest zusammendrücken.

  5. Sirup vorbereiten

    Den kalten Sirup in zwei Portionen teilen. Eine kommt kurz vor dem Ausbacken ins Gefrierfach, die andere bleibt im Kühlschrank — man wechselt, sobald die erste warm wird.

  6. Ausbacken

    Öl auf 180 °C erhitzen. Immer nur vier bis fünf Zöpfe auf einmal ausbacken, etwa zwei Minuten, dabei einmal wenden, bis sie goldbraun sind.

  7. Sofort eintauchen

    Direkt aus dem Fett in den eiskalten Sirup geben und eine Minute untertauchen. Der Temperaturschock zieht den Sirup ins Innere und lässt die Kruste knackig. Mit einer Schaumkelle herausheben und auf einem Gitter abtropfen lassen.

Tipps

  • Heiß in kalt ist die ganze Kunst. Warmer Sirup weicht die Kruste auf, kalter wird eingesogen — deshalb steht immer eine Portion im Gefrierfach bereit.
  • Nicht zu viele auf einmal ausbacken. Fällt die Fetttemperatur, saugen die Zöpfe Öl und werden schwer.
  • Sie halten in einer Dose eine Woche und im Gefrierschrank drei Monate. Nach dem Auftauen sind sie fast wie frisch.
  • Koeksister und Koesister sind zwei verschiedene Gebäcke. Wer in einem kap-malaiischen Laden Koeksisters bestellt, bekommt etwas anderes — rund, würzig, in Kokosraspeln.

Koeksisters sind das technisch anspruchsvollste Rezept auf dieser Seite, und es hängt an einer einzigen physikalischen Tatsache: Heißes Gebäck saugt kalte Flüssigkeit an.

Wenn ein 180 Grad heißer Teigzopf in eiskalten Sirup fällt, zieht sich die Luft in ihm zusammen und erzeugt einen Unterdruck. Der Sirup wird nach innen gezogen, während die Kruste außen zu kalt ist, um weich zu werden. Das Ergebnis ist eine knackige Hülle mit flüssigem Zucker darin.

Fällt eine der beiden Temperaturen weg, geht es schief. Warmer Sirup weicht die Kruste auf, laues Fett lässt den Zopf Öl saugen. Deshalb steht die Hälfte des Sirups im Gefrierfach — und deshalb backt man immer nur eine kleine Portion auf einmal.

Woher es kommt

Woher das Wort kommt
Afrikaans, aus dem Niederländischen · Wörtlich „wohl von „koek“ (Kuchen) und „sissen““ Das Zischen im heißen Fett gilt als naheliegendste Erklärung; sicher ist auch sie nicht.

Es gibt zwei Gebäcke mit fast demselben Namen, und sie zu verwechseln ist der häufigste Fehler beim Thema. Der afrikaanse Koeksister ist ein geflochtener Hefe- oder Backpulverteig, frittiert und sofort in eiskalten Sirup getaucht; er ist glasig, hart außen und trieft. Der kap-malaiische Koesister ist rund, mit Kardamom, Zimt und Anis gewürzt, wird nach dem Sirupbad in Kokosraspel gewälzt und ist weich.

Beide stammen aus derselben Zeit und demselben Ort — dem Kap des 18. und 19. Jahrhunderts —, aber aus verschiedenen Haushalten. Der Koesister gehört zum Sonntagmorgen im Bo-Kaap, der Koeksister zur afrikaansen Kaffeetafel.

Der Temperaturunterschied ist beim Koeksister nicht Beiwerk, sondern die Technik. Der Sirup muss aus dem Kühlschrank kommen, das Gebäck direkt aus dem Fett. Zieht der Sirup zu langsam ein, weicht der Teig durch; ist er richtig kalt, bildet sich außen eine dünne Zuckerkruste, und innen bleibt es trocken. Genau dieser Gegensatz ist der Punkt.

Am Feuer haben beide nichts verloren. Sie stehen hier, weil sie zu einem südafrikanischen Nachmittag gehören — nach dem Braai, zum Kaffee.

Zum Zusehen

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Snack · Braaipastei

Braai Pie

Gesamtzeit
40 Min
Portionen
6
Hitze der Glut
mittel
Ausrüstung
Klapprost