Fleisch · Auf Afrikaans: Rashers
Pork Belly Rashers
Dünn geschnittener Schweinebauch in Curry-Honig-Marinade, in zwanzig Minuten knusprig über mittlerer Glut. Die Beilage, die in Südafrika neben der Wors auf jedem Rost liegt.
„Rashers“ heißen in Südafrika nicht Frühstücksspeck, sondern etwa anderthalb Zentimeter dicke Scheiben vom Schweinebauch, quer zum Strang geschnitten. Sie sind billig, fett und deshalb genau das, was ein Feuer braucht.
- Vorbereitung
- 20 Min
- Marinieren
- 4 Std
- Am Feuer
- 20 Min
- Portionen
- 6
Wann es drankommt
Die Hauptrunde
Das eigentliche Essen: Wors, Hähnchen, Fisch, Spieße.
Ausrüstung: Rost
Diese Linie
Der Klapprost als Backform, das Fertigprodukt als Zutat, das vegetarische Hauptgericht am Fleischfeuer.
Zubereitung
-
Gewürze anrösten
Öl erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Ingwer weich dünsten. Curry und Kurkuma zugeben und zwei bis drei Minuten mitrösten, bis sie duften, aber nicht dunkel werden. Trocken angerührtes Currypulver bleibt mehlig.
-
Marinade fertig rühren
Honig, Sojasauce und Essig einrühren, aufkochen, dann vollständig abkühlen lassen. Warme Marinade gart die Oberfläche des Fleisches an.
-
Einlegen
Die Scheiben leicht salzen, mit der kalten Marinade mischen und zugedeckt drei bis vier Stunden kalt stellen, über Nacht ist besser.
-
Abtropfen lassen
Vor dem Auflegen die überschüssige Marinade abstreifen und auffangen. Was am Fleisch klebt, brennt in der Glut; was aufgefangen ist, wird zur Sauce.
-
Braaien
Über mittlere Glut legen, sechs Sekunden Handtest, und 15 bis 20 Minuten garen. Alle drei bis vier Minuten wenden. Das Fett tropft — deshalb dürfen die Scheiben nicht über der heißesten Stelle liegen, sonst hast du Stichflammen.
-
Zuletzt bestreichen
In den letzten fünf Minuten mit der abgekochten Marinade bestreichen, damit sie glasiert statt verbrennt. Fertig sind die Rashers, wenn die Ränder knusprig und die Mitte weich ist.
Tipps
- Schweinebauch ist Fett und Fleisch in Schichten. Er braucht länger als ein Steak und weniger Hitze — 20 Minuten bei sechs Sekunden Handtest sind kein Kompromiss, sondern der Punkt.
- Rashers in Roosterkoek oder Fladenbrot mit Chakalaka sind das beste Braai-Sandwich, das es gibt.
- Wer keine Zeit zum Einlegen hat: nur salzen, pfeffern und braaien. Schweinebauch ist auch nackt gut.
Rashers sind der unaufgeregteste Posten auf jedem südafrikanischen Rost. Sie kosten wenig, sie brauchen keine Technik, und sie sind die Erklärung dafür, warum an einem Braai fast immer mehr Fleisch liegt, als vier Leute essen können.
Was sie interessant macht, ist die Curry-Note. Sie kommt aus derselben kap-malaiischen Küche wie die Sosaties und passt zu Schweinefett besser als jede Barbecue-Sauce: Kurkuma und Curry vertragen Fett, wo Tomate und Zucker nur süßer werden.
Die einzige Regel lautet: nicht über die heißeste Stelle. Fett tropft, Fett brennt, und eine Stichflamme macht aus einer Scheibe Schweinebauch in zehn Sekunden eine Kohle.
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