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Cape Braai
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Beilage · Auf Afrikaans: Botterskorsie in die kole

Butternut aus der Glut

Halbierter Butternut mit Zwiebel, Knoblauch und Rosmarin in der Höhlung, 45 Minuten in Folie neben der Glut. Zum Schluss kommt Chakalaka hinein, und daraus wird ein Hauptgericht.

Butternut ist in Südafrika das Alltagsgemüse schlechthin und wird gekocht, gebraten, gebacken und püriert. In der Glut passiert etwas anderes: Die eigene Süße karamellisiert an den Schnittflächen, und die Schale wird zur Form.

Vorbereitung
15 Min
Am Feuer
45 Min
Portionen
4
Aufwand
einfach

Wie heiß

Sanft

Die Hand hält 8 Sekunden über dem Rost aus · ≈ 150–175 °C

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Welches Holz

Rooikrans

würzig, harzig

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Wann es drankommt

Wenn das Fleisch runter ist

Die Glut lässt nach. Jetzt kommen Brot und Braaibroodjies drauf.

Ausrüstung: Alufolie

Diese Linie

Der Klapprost als Backform, das Fertigprodukt als Zutat, das vegetarische Hauptgericht am Fleischfeuer.

Am Westkap frisch Januar · Februar · März · April · Dezember

Zubereitung

  1. Einschneiden

    Das Fruchtfleisch der Hälften rautenförmig einschneiden, etwa einen Zentimeter tief. Die Schnitte sind kein Zierrat — durch sie kommen Öl und Hitze ins Innere.

  2. Würzen und füllen

    Mit Öl einreiben, mit Braaisout würzen und je eine halbe Zwiebel, eine Knoblauchzehe und einen Rosmarinzweig in die Höhlung legen. Ein Stück Butter obendrauf.

  3. Einwickeln

    Jede Hälfte einzeln fest in Alufolie wickeln, Schnittfläche nach oben. Wer sie offen in die Glut legt, bekommt Asche im Gemüse.

  4. Neben die Glut

    An den Rand des Glutbetts legen, dort, wo acht Sekunden Handtest gelten. 40 bis 45 Minuten garen, zwei- bis dreimal drehen.

  5. Prüfen

    Fertig ist der Butternut, wenn ein Spieß ohne Widerstand durch die dickste Stelle geht. Große Hälften brauchen bis zu einer Stunde.

  6. Füllen und servieren

    Auswickeln, Zwiebel und Rosmarin entfernen oder mitessen, warme Chakalaka in die Höhlung geben, Joghurt darüber und mit Koriander bestreuen.

Tipps

  • Das Rautenmuster ist der Unterschied zwischen gegartem und gutem Butternut. Ohne die Schnitte bleibt der Kern fest, während die Ränder schon zerfallen.
  • Statt Chakalaka gehen Feta mit Petersilie, gebratene Pilze oder ein Löffel Sheba. Die Höhlung ist eine Einladung, kein Rezept.
  • Reste am nächsten Tag auslöffeln und mit etwas Brühe zu Suppe pürieren — das ist die zweite Mahlzeit, die dabei ohnehin anfällt.

Ein Butternut in der Glut ist der einfachste Weg, aus Gemüse ein Hauptgericht zu machen. Er braucht keine Aufmerksamkeit, keinen Platz auf dem Rost und keine Technik — nur Zeit und den richtigen Platz am Feuer.

Was dabei passiert, ist Zuckerchemie. In der milden Hitze am Rand verdunstet Wasser, der Zucker im Fruchtfleisch konzentriert sich und karamellisiert an den Schnittflächen. Deshalb der Rand des Glutbetts und nicht die Mitte: In voller Hitze verbrennt die Oberfläche, bevor das passiert.

Und die Höhlung ist der eigentliche Trick. Sie ist genau so groß, dass eine Portion Chakalaka hineinpasst — womit aus einer Beilage ein Teller wird.

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