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Cape Braai
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Brot

Roosterkoek

Hefeteigbrötchen, die nicht im Ofen, sondern direkt auf dem Rost über der letzten Glut gebacken werden. Außen krustig, innen weich, und im Ernstfall die einzige Beilage, die man braucht.

Der Name sagt genau, was es ist — „Rooster“ ist der Rost, „koek“ der Kuchen. Roosterkoek ist die trockene Verwandte des frittierten Vetkoek und gehört zu den wenigen Broten der Welt, die ohne Ofen und ohne Form auskommen.

Vorbereitung
25 Min
Am Feuer
18 Min
Portionen
12
Aufwand
mittel

Wie heiß

Sanft

Die Hand hält 8 Sekunden über dem Rost aus · ≈ 150–175 °C

Alle Glutstufen erklärt →

Welches Holz

Rooikrans

würzig, harzig

Mehr zu diesem Holz →

Wann es drankommt

Wenn das Fleisch runter ist

Die Glut lässt nach. Jetzt kommen Brot und Braaibroodjies drauf.

Ausrüstung: Rost

Diese Linie

Der dreibeinige Topf, Wurst als Vorratshaltung, Brot ohne Backofen.

Zubereitung

  1. Teig ansetzen

    Mehl, Hefe, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen, dabei Salz und Hefe nicht direkt aufeinander schütten. Öl und Wasser zugeben und alles zu einem Teig zusammenführen.

  2. Kneten

    Acht bis zehn Minuten kneten, bis der Teig glatt ist und nicht mehr an den Händen klebt. Er soll fest bleiben — deutlich fester als ein Pizzateig.

  3. Erste Gehzeit

    Zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Das ist die Zeit, in der du das Feuer anzündest.

  4. Portionieren

    Den Teig kurz zusammenschlagen und in zwölf gleiche Stücke teilen. Jedes zu einer flachen Scheibe von etwa 2 cm Höhe formen — nicht zu Kugeln, sonst bleibt die Mitte roh.

  5. Zweite Gehzeit

    Die Scheiben auf ein bemehltes Blech legen, locker abdecken und 15 Minuten gehen lassen. Vor dem Auflegen beidseitig mit Mehl bestäuben.

  6. Rost vorbereiten

    Den Rost leicht einölen und die Glut gleichmäßig verteilen. Acht bis zehn Sekunden Handtest — also die Resthitze, nachdem das Fleisch runter ist. Über zu heißer Glut verbrennt die Kruste, bevor die Mitte gart.

  7. Backen

    Die Teigscheiben auflegen und 15 bis 20 Minuten backen, dabei zwei- bis dreimal wenden. Fertig sind sie, wenn sie braune Flecken haben und beim Klopfen hohl klingen.

  8. Aufreißen, nicht schneiden

    Heiß mit den Händen aufreißen und Butter hineinlegen. Wer sie schneidet, drückt sie zusammen.

Tipps

  • Die Wassermenge ist der einzige kritische Punkt, und die Quellen sind sich uneins — Jan Braai arbeitet deutlich feuchter als Cooksister. Fang mit 320 ml an. Ein zu weicher Teig fließt zwischen die Roststäbe, bevor er backt.
  • Ohne Hefe im Haus geht die schnelle Fassung mit Backpulver, aber sie schmeckt flacher und wird schneller trocken.
  • Aufgeschnitten und mit Chakalaka oder Monkey Gland Sauce gefüllt sind Roosterkoek eine eigenständige Mahlzeit.
  • Reste am nächsten Morgen im Toaster aufbacken. Frisch sind sie besser, aber nicht so viel besser, dass man welche wegwirft.

Roosterkoek ist der Beweis, dass am Feuer nichts übrig bleiben muss. Wenn das Fleisch vom Rost ist, liegt dort noch eine halbe Stunde brauchbare Hitze — genau die, die man für Brot braucht und für sonst nichts.

Der Teig ist ein gewöhnlicher magerer Hefeteig, aber die Konsistenz ist es nicht. Er muss fest genug sein, um auf Stäben zu liegen, ohne durchzuhängen. Das ist der einzige Punkt, an dem Roosterkoek schiefgeht, und deshalb steht die Wassermenge hier eher zu knapp als zu großzügig.

Gegessen werden sie heiß, mit Butter, die schmilzt, bevor sie ankommt. In vielen Familien sind sie der Grund, warum das Feuer nicht gelöscht wird, sobald der letzte Tjop weg ist.

Woher es kommt

Woher das Wort kommt
Afrikaans · Wörtlich „Rostkuchen“ „Rooster“ ist der Rost, „koek“ der Kuchen — der Name sagt genau, was passiert.

Roosterkoek gehört zu den wenigen Broten der Welt, die ohne Ofen und ohne Topf auskommen: Teig, Rost, Glut. Der Name beschreibt genau das. Entstanden ist es aus derselben Not wie Potbrood — ein Haushalt, der unterwegs war oder keinen Backofen hatte, brauchte trotzdem Brot.

Verwandt ist es mit dem Vetkoek, dem frittierten Teigballen; die Zutatenliste ist fast dieselbe. Der Unterschied ist die Hitzequelle: Vetkoek geht ins heiße Fett, Roosterkoek auf den Rost. Daraus folgt alles Weitere — Roosterkoek ist trockener, hat eine feste Kruste und schmeckt nach Rauch.

Der häufigste Fehler ist die Glut. Roosterkoek gehört auf die nachlassende Hitze, wenn das Fleisch schon runter ist. Über voller Glut wird es außen schwarz und bleibt innen roh, und weil der Teig nicht durchsichtig ist, merkt man das erst beim Aufbrechen.

Gegessen wird es warm, aufgerissen statt geschnitten, mit Butter und meist mit Aprikosenkonfitüre. Wer es zu Fleisch isst, macht nichts falsch — aber der eigentliche Moment ist danach, wenn nur noch das Feuer übrig ist.

Zum Zusehen

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