Beilage · Auf Afrikaans: Kerrie-noedelslaai
Dreifarbiger Curry-Nudelsalat
Dreifarbige Spiralnudeln in süßsaurem Curry-Dressing, über Nacht durchgezogen. In Südafrika heißt er Kerrie-noedelslaai und fehlt auf keinem Bring-and-Braai.
Der Curry-Nudelsalat ist die vielleicht südafrikanischste aller Beilagen und zugleich die, die anderswo am meisten Erklärung braucht: Kein Mayonnaise-Salat, sondern eine kalte Sauce aus Tomatenketchup, Essig, Zucker und Currypulver — dieselbe süßsaure Achse wie bei Monkey Gland Sauce.
- Vorbereitung
- 25 Min
- Am Feuer
- 12 Min
- Portionen
- 10
- Aufwand
- einfach
Wann es drankommt
Vorher fertig
Machst du in der Küche. Steht auf dem Tisch, bevor du anzündest.
Ausrüstung: gar nichts
Diese Linie
Curry als Alltagsgericht, Brot als Gefäß, das Currypulver im Supermarktregal.
Zubereitung
-
Nudeln kochen
In reichlich Salzwasser garen, aber nicht weich — sie ziehen im Dressing noch nach. Abgießen und kalt abspülen, damit sie nicht verkleben.
-
Dressing verrühren
Ketchup, Essig, Öl, Zucker und Curry in einer großen Schüssel verquirlen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Das dauert länger, als man denkt — knirscht es noch, ist es nicht fertig.
-
Mischen
Die abgekühlten Nudeln mit Paprika und Zwiebel unter das Dressing heben. Wer Bohnen nimmt, gibt sie samt Sauce jetzt dazu.
-
Über Nacht kalt stellen
Zugedeckt mindestens vier Stunden, besser über Nacht kalt stellen. Die Nudeln saugen das Dressing auf und werden dabei kräftiger im Geschmack, aber auch trockener.
-
Vor dem Servieren auflockern
Noch einmal durchheben und abschmecken. Wenn der Salat zu trocken wirkt, hilft ein Schuss Essig, kein Öl.
Tipps
- Die Zuckermenge sieht falsch aus und ist es nicht. Das Dressing muss gegen den Essig ankommen; wer den Zucker halbiert, bekommt einen sauren Salat.
- Klassisch kommen geschnittene Wiener oder krosse Speckwürfel dazu. Dann ist er nicht mehr vegetarisch, aber näher am Original.
- Er hält drei Tage im Kühlschrank und ist der Salat, den man am Vortag macht, wenn man ohnehin schon zu viel zu tun hat.
Wer in Südafrika zu einem Bring-and-Braai eingeladen wird und fragt, was er mitbringen soll, bekommt oft diese Antwort: Nudelsalat. Gemeint ist immer derselbe — dreifarbige Spiralen in einer orangefarbenen, süßsauren Curry-Sauce.
Er ist keine Delikatesse und will keine sein. Er ist billig, macht satt, verträgt Wärme und steht auf jedem Tisch, an dem mehr als sechs Leute sitzen. Und er ist ein gutes Beispiel für einen Geschmack, den man am Kap überall wiederfindet: süß gegen sauer, mit Curry als Verbindung.
Über Nacht ziehen zu lassen ist keine Empfehlung, sondern Teil des Rezepts. Frisch gemacht schmeckt er nach Ketchup, am nächsten Tag nach Nudelsalat.
Passt dazu
Wurst
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Fleisch
Ribbetjies
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