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Cape Braai
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Herkunftslinie · ab 1860

Indisch-Durban

Die Durbaner Linie geht auf indische Kontraktarbeiter zurück, die ab 1860 nach Natal gebracht wurden; sie hat dem Land sein Curry gegeben und eine Mahlzeit, deren Gefäß man mitisst.

Signatur: kurz gestrichelt

Am 16. November 1860 legte die Truro in Port Natal an, mit 342 Kontraktarbeitern aus Madras an Bord. Von dieser Zahl führt eine gerade Linie zum Bunny Chow.

Ans Feuer gebracht

Curry als Alltagsgericht, Brot als Gefäß, das Currypulver im Supermarktregal.

Was sie mitbrachte

  • Currymischungen aus Tamil Nadu, Andhra Pradesh, Uttar Pradesh und Bihar
  • Der Bunny Chow — ein ausgehöhltes Brot als Teller
  • Masala und Chili in der Alltagsküche, nicht nur im Restaurant
  • Das Currypulver, das heute in fast jeder südafrikanischen Küche steht

Nach dem Ende der Sklaverei fehlten den Zuckerpflanzungen in Natal Arbeitskräfte. Zwischen 1860 und 1911 kamen rund 152.000 Menschen aus Indien unter Kontrakt nach Natal — fünf Jahre Arbeit für zehn Schilling im Monat, dazu Unterkunft und Verpflegung. Die Bedingungen waren hart; 1911 untersagte Indien die Anwerbung nach Natal wegen der Behandlung seiner Staatsangehörigen.

Wer nach Ablauf des Vertrags blieb, eröffnete oft einen kleinen Laden oder einen Straßenstand. Aus diesen Ständen kommt das Gericht, für das Durban bekannt ist. Über den Namen sind sich die Quellen nicht einig: Die verbreitetste Herleitung führt „bunny“ auf „bania“ zurück, die Kaste der Händler; „chow“ ist Umgangssprache für Essen.

Über die Entstehungszeit gehen die Angaben ebenfalls auseinander — genannt werden die 1860er-Jahre für erste Currys in Wegwerfgefäßen und die 1930er- bis 1940er-Jahre für das ausgehöhlte Brot in seiner heutigen Form. Beides steht hier nebeneinander, weil sich keines der beiden Daten sauber belegen lässt.

Die Rezepte dieser Linie

Bunny Chow: ausgehöhltes Viertel Weißbrot, gefüllt mit Lammcurry
Djreddy1985 · CC BY-SA 4.0

Fleisch · Bunny chow

Bunny Chow

Scharfes Durban-Lammcurry in einem ausgehöhlten Viertel Weißbrot. Kein Teller, kein Besteck — das Brot ist beides und wird am Ende mitgegessen.

Gesamtzeit
2 Std 30 Min
Portionen
4
Nudelsalat in cremigem Dressing mit Gemüsestückchen
ozmafan · CC BY 2.0

Beilage · Kerrie-noedelslaai

Dreifarbiger Curry-Nudelsalat

Dreifarbige Spiralnudeln in süßsaurem Curry-Dressing, über Nacht durchgezogen. In Südafrika heißt er Kerrie-noedelslaai und fehlt auf keinem Bring-and-Braai.

Gesamtzeit
37 Min
Portionen
10