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Cape Braai
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Fleisch

Frikkadelle

Große Hackbällchen mit geriebener Zwiebel, geröstetem Koriander und einem Löffel Aprikosenchutney, im Ofen gebacken statt gebraten. Dazu Zwiebelsauce aus dem eigenen Bratensaft.

Die Frikkadel unterscheidet sich in drei Punkten von jeder anderen Hackbällchenart: Es ist Rind, das Brot wird in Milch eingeweicht, und gebacken wird im Ofen, nicht in der Pfanne. Der Name kommt über das Niederländische aus dem Französischen — dieselbe Wurzel wie die deutsche Frikadelle, aber ein anderes Gericht. Gewürzt wird mit Koriander, Nelke und Muskat, also mit derselben Handschrift wie Boerewors.

Vorbereitung
25 Min
Am Feuer
35 Min
Portionen
6
Aufwand
einfach

Wann es drankommt

Vorher fertig

Machst du in der Küche. Steht auf dem Tisch, bevor du anzündest.

Ausrüstung: Backofen

Diese Linie

Der dreibeinige Topf, Wurst als Vorratshaltung, Brot ohne Backofen.

Zubereitung

  1. Koriander rösten

    Die Samen in einer trockenen Pfanne schwenken, bis sie duften und eine Nuance dunkler sind, dann mörsern. Ungerösteter Koriander schmeckt nach nichts.

  2. Brot einweichen

    Brot in der Milch einweichen, bis nichts mehr flüssig ist, und mit der Gabel fein zerdrücken.

  3. Masse mischen

    Alle Zutaten locker vermengen — mit den Fingerspitzen, nicht kneten. Wer die Masse durcharbeitet, bekommt Frikadellen mit Gummistruktur. Zehn Minuten kalt stellen.

  4. Bällchen formen

    Aus der Masse zwölf Bällchen von je gut hundert Gramm formen und auf ein geöltes Blech setzen. Sie sind absichtlich groß — kleine Frikkadelle trocknen aus.

  5. Im Ofen backen

    Bei 190 °C dreißig bis vierzig Minuten backen, bis sie gebräunt sind und Saft austritt. Nicht wenden.

  6. Sauce aus dem Bratensaft

    Den Bratensaft vom Blech in einen Topf gießen, die gehackte Zwiebel darin goldbraun braten. Stärke in der kalten Brühe anrühren, angießen und unter Rühren aufkochen, bis die Sauce bindet. Mit Salz und Zucker abschmecken.

  7. Fünf Minuten stehen lassen

    Frikkadelle kurz ruhen lassen und mit der Sauce servieren.

Tipps

  • Man kann sie auch am Feuer machen — in der gusseisernen Pfanne über mittlerer Glut, dann aber wenden und mit Deckel arbeiten.
  • Sie schmecken kalt am nächsten Tag auf Brot besser als frisch. Deshalb macht man immer die doppelte Menge.
  • Das Aprikosenchutney ist nicht Beiwerk. Es bringt Süße und Säure in eine Masse, die sonst flach schmeckt.
  • Für ein Braai gilt: vorher machen, kalt stellen, kalt auf den Tisch. Sie sind eine der wenigen Fleischsachen, die kalt genauso gut sind.

Es gibt in Südafrika zwei Sorten Hackbällchen, und man sollte sie nicht verwechseln. Die eine schwimmt in Currysauce und heißt Cape Malay Frikkadel. Die andere kommt aus dem Ofen, ist groß wie ein Tennisball und heißt einfach Frikkadel.

Der Unterschied zur deutschen Frikadelle ist das Gewürzbild: Koriander, Nelke, Muskat — dasselbe Trio, das auch in der Boerewors steckt. Wer die eine kennt, erkennt die andere sofort wieder.

Warum im Ofen und nicht in der Pfanne? Weil sie zu groß zum Wenden sind. Eine Frikkadel von hundert Gramm braucht eine halbe Stunde durchgehende Hitze von allen Seiten, und das kann eine Pfanne nicht.

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