Beilage
Umngqusho
Gestampfter Mais und Zuckerbohnen, zwei Stunden weichgekocht, bis alles cremig zusammenfällt. Ein Topf, zwei Zutaten, und satt wird davon der ganze Tisch.
Umngqusho ist ein Xhosa-Gericht; auf Zulu heißt dasselbe isitambu. Samp ist Mais, dem die Schale abgeschlagen wurde und der dann grob gebrochen ist — größer als Grieß, kleiner als ganze Körner. Nelson Mandela hat es als sein Lieblingsessen bezeichnet, und in Südafrika ist das der Satz, der zuerst fällt, wenn jemand Umngqusho erwähnt.
- Vorbereitung
- 15 Min
- Marinieren
- 8 Std
- Am Feuer
- 2 Std
- Portionen
- 6
Wann es drankommt
Vorher fertig
Machst du in der Küche. Steht auf dem Tisch, bevor du anzündest.
Ausrüstung: Potjie
Diese Linie
Braaien als öffentliche Sache, Metzgerei und Feuer an einem Ort, fette Stücke, Pap und Chakalaka als Standardbeilage.
Zubereitung
-
Über Nacht einweichen
Samp und Bohnen zusammen in reichlich kaltem Wasser einweichen, mindestens acht Stunden. Wer das vergisst, kocht drei Stunden statt zwei — und die Bohnen bleiben trotzdem hart.
-
Aufsetzen
Einweichwasser abgießen, Samp und Bohnen mit anderthalb Litern frischem Wasser und dem Salz aufsetzen und einmal aufkochen lassen.
-
Anderthalb Stunden köcheln
Zugedeckt bei mittlerer Hitze anderthalb Stunden ziehen lassen, ab und zu umrühren. Wasser nachgießen, wenn es zu trocken wird — es soll immer knapp bedeckt sein.
-
Gemüse dazu
Zwiebel, Kartoffel und Karotte einrühren und weitere dreißig Minuten offen kochen, bis das Gemüse weich ist und die Masse eindickt.
-
Butter unterrühren
Butter unterheben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Umngqusho soll cremig sein, nicht suppig — wer zu viel Wasser hat, kocht es offen weg.
Tipps
- Im Dreibeintopf über kleiner Glut geht es genauso wie auf dem Herd. Zwei Stunden sind zwei Stunden, egal woher die Hitze kommt.
- Die fleischhaltige Fassung kocht ein Stück Rindfleisch oder ein Suppenhuhn mit. Dann ist es kein Beilagengericht mehr, sondern das Essen.
- Es hält sich drei Tage im Kühlschrank und wird beim Aufwärmen mit einem Schuss Wasser wieder cremig.
- Dazu gehört Chakalaka oder Sheba. Umngqusho pur ist Grundlage, keine Mahlzeit.
Samp ist Mais, dem in einem Mörser die Schale abgeschlagen wurde. Was übrig bleibt, ist grob gebrochen und braucht lange — deshalb kocht man es zusammen mit Bohnen, die genauso lange brauchen.
Das Ergebnis ist eines der billigsten Gerichte des Landes und gleichzeitig eines der bekanntesten. Umngqusho steht auf Beerdigungen, auf Hochzeiten und montags auf dem Tisch, und die Frage ist nie, ob es welches gibt, sondern was dazu.
Für ein Braai ist es die Beilage, die man vergisst. Sie steht schon fertig da, wenn das Feuer erst angeht, sie wird nicht kalt und sie schmeckt am nächsten Tag noch. Von allen Beilagen auf dieser Seite ist es die, die am wenigsten Aufmerksamkeit verlangt.
Woher es kommt
- Woher das Wort kommt
- isiXhosa · Wörtlich „Samp mit Bohnen“ Das q ist ein Klicklaut, am Gaumen gebildet. Auf isiZulu heißt dasselbe Gericht „isitambu“.
Umngqusho ist ein Xhosa-Grundgericht und in isiZulu unter dem Namen isitambu dasselbe. Samp ist Mais, dem die Schale abgeschlagen und der grob gebrochen wurde — größer als Grieß, kleiner als ganze Körner. Dazu Zuckerbohnen, Wasser, Zeit.
Die Zubereitung ist die eigentliche Geschichte. Samp und Bohnen werden über Nacht eingeweicht und dann Stunden gekocht, bis die Stärke austritt und alles cremig wird. Das ist keine Kunst, sondern Geduld — und in einem Haushalt ohne Strom war es die Art, aus billigen Zutaten satt zu werden.
Bekannt geworden ist es außerhalb Südafrikas als Lieblingsgericht Nelson Mandelas. Innerhalb des Landes braucht es diese Erklärung nicht: Es steht in Xhosa-Haushalten auf dem Tisch, seit es Mais gibt, und es ist bei Feiern ebenso da wie an einem gewöhnlichen Dienstag.
Am Feuer hat es einen festen Platz neben dem Fleisch, meist beim Shisa Nyama. Wichtig für die Einordnung: Das Gericht ist sehr viel älter als diese öffentliche Braaiform. Sie hat ihm einen Ort gegeben, nicht das Rezept.
Belege für diesen Abschnitt
Zum Zusehen
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19:29
Englisch
Travel Trails Tastes
Fall-Off-The-Bone Oxtail Recipe | South African Potjie Method
Verbindet Ochsenschwanz mit Umngqusho statt mit Kartoffeln — die Zusammenstellung, die man am Kap tatsächlich isst.
- 10:10„Slow Cooking the Potjie“ — Die Stunden, in denen nichts passiert — und wie klein die Glut dafür sein muss.
- 12:13„Preparing the Samp & Beans“ — Samp und Bohnen nebenher: das Gericht, das in Südafrika dazu gehört, hier im selben Video.
Zuletzt geprüft 2026-09-05
Nach Rezepten von
Passt dazu
Beilage
Chakalaka
Sauce
Sheba
Wurst
Boerewors
Fisch · Calamari op die kole